Pi soll auch Kodi abspielen
Nimm LibreELEC + Kodi. Hyperion läuft zusätzlich auf demselben Pi. Für die dynamischen Farben wird der HDMI-Ausgang auf TV-Pfad und UVC-Capture-Pfad aufgeteilt.
Dann folgst du Teil 1 → 2 → 3 → 4.
DIY · Raspberry Pi · Hyperion · Stand September 2026
Diese Anleitung führt dich von der Hardware bis zum laufenden Ambilight – ohne vorausgesetztes Linux-Wissen. Wir bauen zuerst LEDs und Hyperion stabil auf und ergänzen danach die Bilderfassung. So weißt du bei jedem Fehler, an welcher Stelle du suchen musst.
Redaktion: Ambilight-PI.de · technisch geprüft anhand offizieller Hyperion-, LibreELEC- und Raspberry-Pi-Dokumentation

Technik-Check · September 2026
Für die Anleitung verwenden wir die aktuell stabile Kombination Hyperion 2.2.1 und – wenn der Pi gleichzeitig Kodi-Player sein soll – LibreELEC 12.2.1 mit Kodi 21.3. LibreELEC 13 läuft derzeit als Nightly mit Kodi 22 Beta 2 und ist bewusst nicht unsere Einsteigerbasis.
Auf Raspberry Pi 3/4/5 weist Hyperions aktuelle Plattformmatrix für LibreELEC 12.x keinen Screen-Grabber aus. Auch der neuere DRM/KMS-Grabber ist laut Hyperion noch nicht die verlässliche Kodi-Capture-Basis. Deshalb nutzt diese Anleitung für dynamische Bildfarben einen Linux-kompatiblen UVC-HDMI-Capture-Weg. UVC bedeutet vereinfacht: Linux erkennt den Grabber wie eine normale Videokamera – ohne proprietären Spezialtreiber.
Du musst weder Linux noch GPIO auswendig kennen. Wähle einfach deinen aktuellen Stand:
In 30 Sekunden verstanden
Hyperion benötigt ein kleines Live-Bild deiner Quelle. Daraus berechnet die Software die Farben am oberen, unteren, linken und rechten Bildschirmrand. Diese Farbdaten werden an die adressierbaren LEDs hinter dem Fernseher geschickt.
Für die Farbanalyse reicht ein stabiles Capture-Bild mit 720p oder 1080p. Der Fernseher kann gleichzeitig ein deutlich höherwertiges Signal bekommen. Genau deshalb trennen wir TV-Signal und Capture-Signal.

Der rote Faden
Arbeite die Teile beim ersten Aufbau in dieser Reihenfolge durch. Nach jedem Teil gibt es einen klaren Funktionstest. Erst wenn der Test erfolgreich ist, kommt die nächste Ebene dazu.
Nimm LibreELEC + Kodi. Hyperion läuft zusätzlich auf demselben Pi. Für die dynamischen Farben wird der HDMI-Ausgang auf TV-Pfad und UVC-Capture-Pfad aufgeteilt.
Dann folgst du Teil 1 → 2 → 3 → 4.
Nimm HyperBian. Hyperion empfiehlt dieses vorbereitete Raspberry-Pi-Image selbst als einfachen Einstieg; Hyperion ist bereits installiert und Netzwerk, SSH sowie SPI lassen sich vor dem ersten Start vorbereiten.
Dann überspringst du Teil 1 und startest nach der HyperBian-Grundeinrichtung mit Teil 2.
Die häufigsten Fehlkäufe entstehen bei LED-Typ, Stromversorgung und HDMI-Hardware. Deshalb bekommst du zuerst eine Referenzkonfiguration und danach Alternativen. Die Amazon-Links sind Such-/Affiliate-Links – keine Behauptung, dass jedes dort gelistete Produkt automatisch zu deinem Aufbau passt.
Stand September 2026: Hyperion 2.2.1 ist die stabile Hyperion-Version. Für die Kodi-Route verwenden wir LibreELEC 12.2.1 mit Kodi 21.3. LibreELEC 13/Kodi 22 Beta 2 bleibt Nightly/Beta und ist deshalb nicht die Einsteigerbasis.
Ein Pi 4 reicht für Hyperion und einen üblichen USB-Capture-Aufbau sehr gut aus. Ein Pi 5 ist ebenfalls geeignet und bietet mehr Reserven. Beim Pi 5 solltest du das empfohlene 27-W-USB-C-Netzteil und eine sinnvolle Kühlung einplanen.
Ja. Genau dafür ist der externe Capture-Weg gedacht. Bei 4K120, VRR, ALLM oder speziellen HDR-Formaten muss der Haupt-HDMI-Pfad diese Funktionen ausdrücklich unterstützen.
Nein. Der TV-Pfad darf 4K/HDR ausgeben, während Hyperion auf dem Capture-Zweig meist mit 720p oder 1080p arbeitet.
Nicht zwingend. Für einen dauerhaft stabilen Aufbau sind saubere, zugentlastete Verbindungen entscheidend. Steckverbinder können funktionieren; bei hohen Strömen und vielen Ecken ist eine fachgerecht gelötete Verbindung oft robuster.
Für Versions- und Plattformangaben orientieren wir uns an den offiziellen Projektdokumentationen: LibreELEC Raspberry Downloads, Hyperion Linux/LibreELEC Installation und Hyperion Plattformmatrix.