Ambilight-PI.de · aktualisiert 26.09.2026

LibreELEC & Kodi auf Raspberry Pi installieren

Redaktion: Ambilight-PI.de · geprüft anhand offizieller Projekt-Dokumentationen

Du möchtest LibreELEC und Kodi auf einem Raspberry Pi installieren und denselben Pi später für Hyperion-Ambilight nutzen? Dann ist dieser Teil dein Einstieg. Wir richten das System, Netzwerk und SSH sauber ein – LEDs und HDMI-Capture kommen erst danach.

Ablaufgrafik: LibreELEC und Kodi auf dem Raspberry Pi einrichten
Schematische Ablaufgrafik, kein 1:1-Screenshot des aktuellen Installers. Maßgeblich sind die Schritte und Versionsangaben im Text darunter.
Nutzt du HyperBian? Dann brauchst du Teil 1 nicht. Hyperion ist in HyperBian bereits enthalten; erledige die offizielle HyperBian-Grundeinrichtung und gehe anschließend direkt zu Teil 2.
Stand 26. September 2026: LibreELEC 12.2.1 mit Kodi 21.3 ist die aktuelle stabile Linie. LibreELEC 13 wird weiterhin als Nightly entwickelt; die aktuellen Nightlies verwenden Kodi 22 „Piers“ Beta 2. Für die Einsteigerroute dieser Anleitung bleibt deshalb 12.2.1 die reproduzierbarere Basis.

LibreELEC 13 oder 12.2.1 – welche Version solltest du installieren?

LibreELEC 12.2.1 + Kodi 21.3

Für diese Anleitung empfohlen. Das ist die aktuelle stabile Veröffentlichung und damit die bessere Wahl, wenn dein Ambilight zuverlässig laufen soll und du nicht bewusst testen möchtest.

LibreELEC 13 Nightly + Kodi 22 Beta 2

Für Tester. LibreELEC 13 wird aktiv weiterentwickelt und erscheint laut Projekt zusammen mit Kodi 22 als stabile Version. Nightlies können sich kurzfristig ändern und neue Fehler enthalten.

Wenn du einfach LibreELEC auf einem Raspberry Pi 4 oder 5 installieren möchtest, nimm für den folgenden Ablauf 12.2.1. Wer LibreELEC 13 ausprobiert, sollte vorher ein Backup anlegen und mit Änderungen zwischen Nightly-Builds rechnen.

LibreELEC 12.2.1 Release-Informationen → · LibreELEC Nightly Builds → · Kodi 22 Beta 2 →

1. Das brauchst du

2. LibreELEC-Image herunterladen

Lade das Image ausschließlich von der offiziellen LibreELEC-Seite und wähle dein Pi-Modell exakt aus. Für Pi 4 und Pi 5 gibt es unterschiedliche Images.

Offizielle LibreELEC-Images für Raspberry Pi →

Warum kein Nightly? Für ein Ambilight ist Stabilität wichtiger als die neueste Kodi-Betafunktion. Wenn alles funktioniert, kannst du später gezielt aktualisieren.

3. Image auf die microSD schreiben

Unter Windows und macOS kannst du den offiziellen LibreELEC USB-SD Creator verwenden. Falls der Creator für dein Betriebssystem nicht verfügbar ist, schreibe die heruntergeladene .img.gz-Datei mit einem geeigneten Imaging-Tool auf die microSD. Entscheidend ist nicht der Name des Programms, sondern dass das richtige Image auf das richtige Ziellaufwerk geschrieben wird.

  1. microSD in den Rechner stecken.
  2. Image für dein exaktes Raspberry-Pi-Modell auswählen.
  3. LibreELEC 12.2.1 als stabile Version verwenden.
  4. Zielkarte noch einmal kontrollieren – sie wird vollständig überschrieben.
  5. Image schreiben, Schreibvorgang vollständig beenden lassen und Karte sicher auswerfen.
Warum keine alten Installer-Screenshots? Die Oberfläche der Imaging-Tools ändert sich häufiger als das Vorgehen. Folge den fünf Schritten oben und der aktuellen Herstelleroberfläche – nicht einem zehn Jahre alten Screenshot.

4. Erster Start am Fernseher

  1. microSD in den ausgeschalteten Raspberry Pi einsetzen.
  2. Pi per HDMI mit dem Fernseher verbinden.
  3. LAN-Kabel einstecken oder später WLAN einrichten.
  4. Optional Tastatur/Maus anschließen.
  5. Erst danach das Pi-Netzteil verbinden.

Der erste Start kann länger dauern als spätere Starts. Unterbrich ihn nicht unnötig.

5. LibreELEC-Assistent einrichten

Stelle Sprache und Netzwerk ein und gib dem Raspberry Pi einen eindeutigen Namen, zum Beispiel ambilight-pi. Aktiviere SSH; du brauchst es in Teil 3 für die Hyperion-Installation. Verwende ein eigenes Passwort, wenn der Assistent danach fragt.

Sehr hilfreich: Lege im Router eine DHCP-Reservierung für den Pi an. Dann bleibt seine IP-Adresse gleich und du findest die Hyperion-Weboberfläche später immer unter derselben Adresse.

6. IP-Adresse und Netzwerk prüfen

Notiere die IP-Adresse des Pi. Teste, ob Kodi auf Netzwerkfreigaben bzw. Internet zugreifen kann und ob der Pi im Router sichtbar ist. Wenn du SSH aktiviert hast, teste bereits jetzt die Anmeldung – noch ohne Hyperion-Befehle.

Unter Windows 11, macOS und Linux kannst du dafür ein Terminal öffnen und beispielsweise eingeben:

ssh root@192.168.178.50

Ersetze die Beispiel-IP durch deine eigene. Verwende anschließend das Passwort, das du im LibreELEC-Assistenten gesetzt hast.

7. Wichtige 2026-Einschränkung: Kodi-Bild nicht als selbstverständlich ansehen

Früher wurde das Kodi-Bild auf dem Raspberry Pi häufig intern per DispmanX/Framebuffer abgegriffen. Das ist auf aktuellen LibreELEC-12.x-Systemen mit Pi 3/4/5 kein verlässlicher Standardweg mehr. Hyperions aktuelle Plattformübersicht führt für diese Kombination keinen Screen-Grabber auf.

Das bedeutet nicht, dass LibreELEC ungeeignet ist: Kodi und Hyperion können weiterhin auf demselben Pi laufen. Für die dynamischen Bildfarben verwenden wir in Teil 4 jedoch einen UVC-HDMI-Capture-Zweig. Damit ist die Anleitung auch für externe HDMI-Quellen identisch.

8. Typische Probleme beim ersten Start

SymptomZuerst prüfen
Pi startet gar nichtNetzteil, microSD, korrektes Image für genau dein Pi-Modell.
Bootscreen, danach kein BildImage neu schreiben, anderen HDMI-Eingang/Kabel testen.
Kein NetzwerkLAN/WLAN-Zugang, DHCP und Router prüfen.
USB-Geräte instabil am Pi 527-W-/5-A-Stromversorgung und USB-Strombudget prüfen.
Zufällige AbstürzeUnterspannung und Speicherkarte zuerst ausschließen.

9. Fertig für Teil 2

Wenn der Pi nach einem Neustart zuverlässig hochfährt, Netzwerk und SSH funktionieren und keine Unterspannungswarnung erscheint, ist Teil 1 abgeschlossen. Jetzt kommt die LED-Hardware an den Fernseher.

Weiter zu Teil 2

Quellen

LibreELEC 12.2.1 / Kodi 21.3 · LibreELEC Nightly Builds · Kodi 22 Beta 2 · Raspberry Pi Stromversorgung · Hyperion Plattformmatrix

Optional einkaufen

Passende Hardware für Teil 1

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