Ambilight-PI.de · aktualisiert 10.09.2026
Teil 1: LibreELEC & Kodi installieren
Redaktion: Ambilight-PI.de · geprüft anhand offizieller Projekt-Dokumentationen
Teil 1 gilt für dich, wenn der Raspberry Pi gleichzeitig Kodi-Player und Hyperion-Rechner sein soll. Hier machst du nur LibreELEC/Kodi zuverlässig startklar – noch ohne LED-Konfiguration und ohne HDMI-Capture.

1. Das brauchst du
- Raspberry Pi 4 oder 5; ein vorhandener Pi 3 kann für einfache Aufgaben weiterverwendet werden.
- microSD-Karte mit 16 GB oder mehr; 32 GB ist ein unkomplizierter Standard.
- Passendes Pi-Netzteil: Pi 4 mit 5 V / 3 A, Pi 5 vorzugsweise mit 5 V / 5 A beziehungsweise dem 27-W-USB-C-Netzteil.
- Windows-, macOS- oder Linux-Rechner mit Kartenleser.
- LAN oder WLAN.
- Ein HDMI-Kabel zum Fernseher für die Ersteinrichtung.
2. LibreELEC-Image herunterladen
Lade das Image ausschließlich von der offiziellen LibreELEC-Seite und wähle dein Pi-Modell exakt aus. Für Pi 4 und Pi 5 gibt es unterschiedliche Images.
Offizielle LibreELEC-Images für Raspberry Pi →
3. Image auf die microSD schreiben
Unter Windows und macOS kannst du den offiziellen LibreELEC USB-SD Creator verwenden. Falls der Creator für dein Betriebssystem nicht verfügbar ist, schreibe die heruntergeladene .img.gz-Datei mit einem geeigneten Imaging-Tool auf die microSD. Entscheidend ist nicht der Name des Programms, sondern dass das richtige Image auf das richtige Ziellaufwerk geschrieben wird.
- microSD in den Rechner stecken.
- Image für dein exaktes Raspberry-Pi-Modell auswählen.
- LibreELEC 12.2.1 als stabile Version verwenden.
- Zielkarte noch einmal kontrollieren – sie wird vollständig überschrieben.
- Image schreiben, Schreibvorgang vollständig beenden lassen und Karte sicher auswerfen.
4. Erster Start am Fernseher
- microSD in den ausgeschalteten Raspberry Pi einsetzen.
- Pi per HDMI mit dem Fernseher verbinden.
- LAN-Kabel einstecken oder später WLAN einrichten.
- Optional Tastatur/Maus anschließen.
- Erst danach das Pi-Netzteil verbinden.
Der erste Start kann länger dauern als spätere Starts. Unterbrich ihn nicht unnötig.
5. LibreELEC-Assistent einrichten
Stelle Sprache und Netzwerk ein und gib dem Raspberry Pi einen eindeutigen Namen, zum Beispiel ambilight-pi. Aktiviere SSH; du brauchst es in Teil 3 für die Hyperion-Installation. Verwende ein eigenes Passwort, wenn der Assistent danach fragt.
6. IP-Adresse und Netzwerk prüfen
Notiere die IP-Adresse des Pi. Teste, ob Kodi auf Netzwerkfreigaben bzw. Internet zugreifen kann und ob der Pi im Router sichtbar ist. Wenn du SSH aktiviert hast, teste bereits jetzt die Anmeldung – noch ohne Hyperion-Befehle.
Unter Windows 11, macOS und Linux kannst du dafür ein Terminal öffnen und beispielsweise eingeben:
ssh root@192.168.178.50Ersetze die Beispiel-IP durch deine eigene. Verwende anschließend das Passwort, das du im LibreELEC-Assistenten gesetzt hast.
- Kodi startet nach einem Neustart selbstständig.
- Netzwerkverbindung steht stabil.
- IP-Adresse ist bekannt oder reserviert.
- SSH-Verbindung funktioniert.
- Keine Unterspannungswarnung erscheint.
7. Wichtige 2026-Einschränkung: Kodi-Bild nicht als selbstverständlich ansehen
Früher wurde das Kodi-Bild auf dem Raspberry Pi häufig intern per DispmanX/Framebuffer abgegriffen. Das ist auf aktuellen LibreELEC-12.x-Systemen mit Pi 3/4/5 kein verlässlicher Standardweg mehr. Hyperions aktuelle Plattformübersicht führt für diese Kombination keinen Screen-Grabber auf.
Das bedeutet nicht, dass LibreELEC ungeeignet ist: Kodi und Hyperion können weiterhin auf demselben Pi laufen. Für die dynamischen Bildfarben verwenden wir in Teil 4 jedoch einen UVC-HDMI-Capture-Zweig. Damit ist die Anleitung auch für externe HDMI-Quellen identisch.
8. Typische Probleme beim ersten Start
| Symptom | Zuerst prüfen |
|---|---|
| Pi startet gar nicht | Netzteil, microSD, korrektes Image für genau dein Pi-Modell. |
| Bootscreen, danach kein Bild | Image neu schreiben, anderen HDMI-Eingang/Kabel testen. |
| Kein Netzwerk | LAN/WLAN-Zugang, DHCP und Router prüfen. |
| USB-Geräte instabil am Pi 5 | 27-W-/5-A-Stromversorgung und USB-Strombudget prüfen. |
| Zufällige Abstürze | Unterspannung und Speicherkarte zuerst ausschließen. |
9. Fertig für Teil 2
Wenn der Pi nach einem Neustart zuverlässig hochfährt, Netzwerk und SSH funktionieren und keine Unterspannungswarnung erscheint, ist Teil 1 abgeschlossen. Jetzt kommt die LED-Hardware an den Fernseher.
Weiter zu Teil 2Quellen
LibreELEC Raspberry Downloads · Raspberry Pi Stromversorgung · Hyperion Plattformmatrix
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Passende Hardware für Teil 1
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